SEO-technisch bin ich kein Experte, jedoch verfolge ich schon seit Jahren mehr oder weniger intensiv. Es interessiert mich deswegen sehr, da verschiedene Meinungen herrschen, Suchmaschinen ihre Gewichtungen hin und wieder ändern und immer wieder neue Ideen und Techniken auftauchen. Es ist ein MUSS für jeden Internetauftritt, sich für Suchmaschinen hübsch zu machen. Heute möchte ich euch aufzeigen, was ich bis dato für die Suchmaschinenoptimierung meines jungen Blogs getan habe. Leider habe ich kaum Zeit, alle Tipps die man liest, umzusetzen. Bisher habe ich mich deshalb in diesem Blog auf die Basics beschränkt. Im Bereich Onpage-Optimierung heisst das im Klartext:

  • Ich versuche passende aussagekräftige Post-Titel zu schreiben und
  • ich teile (längere) Artikel durch “Weiterlesen” auf, wobei ich versuche so zu teasern, dass der Leser auch den Rest lesen möchte.
  • Ich habe das Plugin “Sociable” von Joost De Valk integriert, um Lesern unter jedem Post die Möglichkeit zu geben, den Artikel in ihre social bookmarks aufzunehmen, via facebook zu verbreiten, per Email weiterzuleiten oder via Twitter darüber zu “zwitschern”.
  • Daneben habe ich das Plugin “All in one SEO pack” von Michael Torbert installiert und gebe hierfür unter jedem Artikel einen Titel, eine passende Description und Keywords individuell an. Frage: Muss ich das überhaupt oder nimmt das Plugin automatisch die Tags des Artikels als Keywords?
  • Natürlich versuche ich Artikel zu schreiben, welche meinen Lesern Nutzen verschaffen (wie z.B. meinen Erfahrungsbericht und Vergleich von Direktbanken, welcher nebenbei bemerkt auch der meist gelesenste Artikel ist)
  • Sprechende URLs: Ich habe die Permalinks der Artikel in http://www.zielgruppe-ich.de/titel-des-artikels geändert. Beim Schreiben eines Artikels lege ich diese – wenn sinnvoll – händisch fest. Die Kategorie oder das Datum des Eintrags habe ich bewusst aus der Post-URL herausgenommen, da ich mich der Meinung angeschlossen habe, dass Google die ersten paar Wörter nach dem Root / der Domain als wichtiger einstuft, als Wörter die weiter vom “Stamm” entfernt sind. Achtung, Backlinks auf ältere Artikel können dabei verloren gehen, mehr Infos hier. Aber auch hierfür gibt es Tipps, wie zum Beispiel das Plugin “Platinum SEO Pack” (nochmal Achtung: Dieses Plugin verträgt sich wahrscheinlich nicht zusammen mit dem “All in one SEO Pack”), welches mit einem 301 Redirect arbeitet (via).
  • Und last but not least habe ich das Plugin “Google XML Sitemaps” von Arne Brachhold installiert, welches eine sitemaps.org kompatible Sitemap meines WordPress-Blogs auf Knopfdruck generiert (unterstützt Ask.com, Google, MSN Search und YAHOO).
  • Die Anforderung “content is king” kann quantitativ ich leider (noch) nicht erfüllen, qualitativ halte ich mir das beim Schreiben eines Artikels natürlich immer vor Augen.

Was habe ich für die “offpage”-Optimierung gemacht? Ehrlich gesagt fast nichts:

  • Ich habe noch keinen Linktausch versucht. Hallo? Anybody out there? Anfragen hierzu von themenverwandten Seiten und interessanten Blogs werden gerne genommen!
  • Ich nenne www.zielgruppe-ich.de in jedem Kommentar, den ich auf anderen Blogs abgebe, dabei freue ich mich natürlich über jeden Besucher der hierüber auf meinem Blog landet, jedoch sehe ich dies in Zeiten von “no-follow” als Standardeinstellungen von WordPress-Blogs nicht als Beitrag zum Backlinkaufbau an, sondern einzig als meinen Beitrag zur Blogosphäre.
  • Ich habe das Blog in den Index der Google-Blogsuche eingetragen – bzw. zuerst vorgeschlagen, dann gewartet und mich dann gefreut ;-)
  • Und natürlich habe ich mich in diversen anerderen Blogverzeichnissen und Webverzeichnissen eingetragen.

Da ich wie gesagt, weder Zeit (und zugegeben) noch Muße hierfür habe, beschränkten sich meine Maßnahmen bisher auf die (meiner Ansicht nach) wichtigsten und auf die, welche sich schnell und einfach umsetzen ließen. Doch je mehr Blogs man liest, desto mehr Anregungen für weitere Maßnahmen bekommt man. So war dieser Artikel diese Seite auf yoast.com ausschlaggebend für diesen Artikel. Sehr zu empfehlen. Alles umzusetzen kommt für mich nicht in Frage, allerdings habe ich mir vorgenommen, folgende Tipps von Yoast umzusetzen, bzw. zu testen:

  • Überschriften optimieren: Für den Post-Titel sollte man generell <h1> definieren. Der Blogname auf der Startseite sollte auch <h1> haben, und auf den restlichen Seiten (single, post, und category pages) nie weniger als <h3>. Eine schöne Anleitung hierfür habe ich auf webdeziner.de gefunden.
  • Konversation pushen: Jeder freut sich über Kommentare, die zu Konversationen führen – sei es nur ein netter Gruß, eine Anmerkung, eine Frage oder auch ernst gemeinte Kritik. Den Grundstein für eine Diskussion legt natürlich der Inhalt des Artikels. Gerne wird die Leserschaft auch direkt aufgefordert Stellung zu nehmen. Ein guter Tipp von Yoast: Ändert im Template index.php den Ausgabetext, der erscheint, wenn noch kein Kommentar abgegeben wurde, von z.B. “0 Kommentare” in “Sei der erste der kommentiert” oder “Leider noch kein Kommentar obwohl Kommentieren erwünscht”. Neben diesem kleinen Umbau im Quelltext habe ich mir  vorgenommen, zum einen ein geeignetes Plugin zu installieren, welches dem Kommentator erlaubt, seinen abgegebenen Kommentar im Nachhinein zu korrigieren und bei Bedarf per Email über weitere Kommentare informiert zu werden (subscribe to comments). Und zum anderen überlege ich, ob ich Gravatare erlauben soll. Gibt es eigentlich ein Plugin, welches alle Funktionen vereint? Falls jemand ein Plugin oder eine gute Anleitung hierfür kennt – ich bin für jeden Tipp dankbar!
  • Ausserdem nett: Bedanke dich bei einem Besucher für seinen ersten Kommentar, z.B. mittels dieses Plugins. Hierzu wird nach dem Absenden des ersten Kommentars auf eine gewünschte Seite weitergeleitet. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass sich dies nicht gut mit der Funktion versteht, welche das editieren des Comments ermöglicht. Denn wird der Besucher erst einmal weitergeleitet, hat er dann immernoch die Möglichkeit den Kommentar zu ändern? Muss ich mal testen.
  • Mit Tags arbeiten: Frank von seo-marketing-blog.de hat schon vor zwei Jahren in seinem Artikel Top 10 WordPress SEO-Tipps zur Onpage Suchmaschinenoptimierung dazu geraten, mit Tags zu arbeiten. Das heisst zum einen, anhand von Tags ähnliche Artikel unter einem Artikel anzubieten und zum anderen, z.B. mittels einer Tag-Wolke Besuchern die gezielte Navigation nach gewünschten Keywords zu ermöglichen. Tags vergebe ich bereits zu jedem Artikel und ich verwende das Plugin “similar posts” um ähnliche Artikel anzupreisen. Jetzt fehlt mir nur noch die tag cloud. In diesem Artikel auf sw-guide.de findet ihr übrigens Links zu drei möglichen Tagging-Plugins.

So, für alle die noch nicht genug haben, hat der gute Herr Joost De Valk 40 Folien mit 40 WordPress-SEO-Tipps mittels slideshare online gestellt. Achja für alle diejenigen, die sich vorgenommen haben einen neuen Blog aufzusetzen und für alle, die sich von ihrem gewohnten Design lösen würden, lege ich diese Liste ans Herz (via seowelt.de). Ihr findet dort fertige SEO-optimierte WordPress Themes. Jedes Theme hat ein sog. SEO-Score. Je höher der Wert, desto attraktiver für Google und Co. Clever!