Coke Zero Werbung: Eine Crew besprüht einen kompletten Zug und verwandelt ihn in ein fahrendes Daumenkino! Wie wohl die Bahnbetriebe dazu stehen? Eine gekonnte Fortführung der Coke Zero Spots?

Ist Graffiti mittlerweile gesellschaftlich gesetzt? Wenn früher von einem Holecar (ein Wagon besprüht) oder sogar Holetrain (ein ganzer Zug besprüht) die Rede war, dann war klar, dass jemand ein ziemliches Risiko eingegangen ist und zivil- wie strafrechtlich dafür belangt werden kann. Ziemlich gefährlich so eine Sprüh-Aktion also! Desto mehr war ich überrascht, als ich über diese Werbung für Coke Zero (für den israelischen Markt) gestolpert bin, in welcher eine Crew einen abgestellten Zug von vorne bis hinten besprüht, dann wegrennt und sich den vorbeirasenden Zug anschaut. Der “Clou”: Wie bei einem Daumenkino scheint sich das gesprühte Motiv zu bewegen.


In Anbetracht der Schäden und damit verbundenen Kosten, welche durch Graffitis entstehen, kann mir vorstellen, dass Bahnbetriebe dem Werbespot nicht gerade wohlgesinnt gegenüberstehen.

Mal davon abgesehen, dass dies so unrealistisch wie nur möglich ist innerhalb kürzester Zeit, in permanenter Angst vor Babus, solch ein Kunstwerk zu schaffen, finde ich den Spot nicht so ganz passend (außer man ist so abgebrüht wie – in diesem Video bei 03:17 Min). Coca Cola versucht ja bei den Coke Zero Werbespots stets rough, cool und abgebrüht zu wirken (siehe die Werbung “Der Morgen danach”, in welcher plötzlich die Eltern des letzten One-night-Stands vor der Türe stehen oder die, in welcher der Coke Zero Trinker der Exfreundin im Supermarkt über den Weg läuft). Diese Assoziationen kommen allerdings bei dem aktuellen Holetrain Spot nicht so bei mir an.

Liebes Coke Zero Marketing Team: Bitte mehr coole Jungs die einem explodierenden Supermarkt an einem Helikopter hängend entkommen als solche “künstlerische” Auswüchse! Mehr Entertainment für Männer! Danke ;-)