Spoof ist für mich ein klasse Aufhänger um die neue Artikelreihe “Was ist eigentlich” zu launchen.

Woher der Begriff Spoof kommt und welche Bedeutung er bzgl. Werbung und Social Media hat, das erfahrt ihr hier.

Spoof heisst laut Leo auf deutsch Parodie, Schwindel oder Verulkung. Der Begriff Spoof stammt aus dem IT-Bereich, und steht laut Wikipedia für Täuschungsversuche in Computernetzwerken zur Verschleierung der eigenen Identität. Des Spoofing`s Ursprung hat also eine eher negativen Touch. Das englischsprachige Wikipedia versteht unter Spoof eine “Parody by imitation”. Auf szenesprachenwiki (wat es allet gibt) wird man schon konkreter:

“Ein Spoof ist eine Veralberung, Verulkung, Parodie von z.B. Werbespots, Musikvideos oder ähnlichem. […] Spoofen als Parodie ist aber eher witzig und kreativ….”

Und das ist in Zeiten von Youtube, vimeo und co auch auf Markenebene voll angesagt. Ein einfaches Erklärungsbeispiel:

Einem (meist witzigen) Spot widerfährt gutes Feedback, viele Views, wird oft versandt und verlinkt. Der Spot hat also bereits ein erfolgreiches Seeding hinter sich. Andere springen nun auf den fahrenden “Viral-Zug” und veräppeln den Spot, in dem z.B. Szenen eingefügt werden, bestehende Inhalte geändert werden, oder in dem ein neues Filmchen in Anlehnung an das Ursprungsvideo kreiert wird. Der Grundstein für eine erfolgreiche virale Marketing Kampagne ist somit durch die Bekanntheit des Ursprungsvideos bereits gelegt.

Hier ein Beispiel für einen Originalspot (via):

Und hier der passende Spoof (via):


Weitere Gründe weshalb Spoofs gute Chancen haben:

  • Personen die das Original kennen, sind neugierig auf gut gemachte Parodien.
  • Plattformen wie Youtube erleichtern Spoof-Kampagnen die Anbindung an das Original durch Funktionen wie Videoantworten / video responses.
  • Meinungsführer (Blogbetreiber, Twitter-User, Forenmitglieder, …) die bereits über das Original berichtet haben, greifen Spoofs gerne wieder auf um wieder an vorhandenen Postings und Diskussionen anzuknüpfen.

Um damit abzuschließen: Selbst für den Macher des Originals muss eine Verarschung “Veräppelung” keine negativen Folgen haben. Im Gegenteil – die ganze Sache erhält hierdurch noch mehr Aufmerksamkeit.

Artikel weiterempfehlen oder bookmarken:
  • Twitter
  • Facebook
  • Posterous
  • MisterWong.DE
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • LinkArena
  • Google Bookmarks
  • Wikio
  • Technorati
  • LinkedIn
  • Live
  • MySpace
  • FriendFeed
  • email
  • Print