Ich lese sehr gerne Marketing-Blogs, is klar ne! Heute habe ich mir das französische Marketing Blog marketing-alternatif.com angeschaut. Es gefällt mir sehr gut! Design und Aufmachung top! Themen top! Ab in die Bookmarks! Was mir aber vor allem gefällt sind die Kategorien, welche die Einträge analog diverser Marketingbereiche eingliedert wie z.B. Ambient, Online, Viral, etc.. Hier muss ich zugeben, dass mir Ambient Marketing zwar ein Begriff war, allerdings wusste ich über diesen Bereich am wenigsten, deswegen hab ich mich diesbezüglich schlauer gemacht und möchte euch dies natürlich nicht vorenthalten.

Was hat Ambient Media mit Millennials zu tun?
Laut Wikipedia-Definition zählt man zu den “Digital Natives”, “Millennials” oder “Genration Y” wenn man nach 1980 geboren ist. Sie sind technologieaffin, da sie die erste Generation sind, die in einem Umfeld von Internet und mobiler Kommunikation aufgewachsen ist. Nun ich selbst zähle mich trotzdem zur Generation Y, obwohl ich nicht nach, sondern in 1980 geboren bin. Ich bin zwar nicht schon von Kindesalter an mit dem Medium Internet aufgewachsen, jedoch als junger Heranwachsender. Anno 1995, soweit ich mich recht erinnere, hatten wir allerdings zu Hause einen Internetanschluss. Dieses Jahr vergessen meine Eltern bestimmt nicht, denn da wir keine Flatrate hatten und wir mit doppelter ISDN-Geschwindigkeit (was damals der Hammer war!) gesurft sind, lagen die Rechnungen für die ersten beiden Monaten bei jeweils mehr als 600 DM.

Nun gut, zurück zum Thema: Für diese Generation von Konsumenten ist es eine Selbstverständlichkeit, nicht nur Produkte, sondern auch das Medium ihrer Wahl in der Art und Weise zu nutzen wie es ihnen beliebt. Die „Zapping-Generation“ unserer Informationsgesellschaft selektiert Botschaften aus der Informationsflut knallhart, was zur Folge hat, dass in der Kundenansprache “ungewöhnlichere” Wege eingeschlagen werden müssen, um diese junge Zielgruppe wirksam zu erreichen. Was also tun, damit Botschaften wahrgenommen werden? Laut einer Broschüre von Business Village kommt genau hier Ambient Media zu Einsatz, d.h. Werbemöglichkeiten werden unmittelbar im Umfeld und in der Wahrnehmung der Konsumenten geschaffen. Ambient richtet sich also auf das Lebensumfeld, das Milieu, den Lifestyle der Zielgruppe. In der o.g. Broschüre steht so schön passend: “Die Kontaktqualität steht im Vordergrund, nicht die Menge.” Wikipedia besagt, Ambient Media (Ambient Marketing / Ambient Advertising) bezeichne Werbemittel, die als Außenwerbung im direkten Lebensumfeld ihrer Zielgruppe eingesetzt werden.

An dieser Stelle muss ich allerdings einwenden, dass ich persönlich NICHT durch das Aufwachsen mit Medien gegenüber “herkömmlicher” Werbung weniger reagibel bin (zumindest denke ich das), sondern allenfalls stärker selektiere. Klar, das liegt zum Teil auch an meinem Interesse an Marketing und Werbung, allerdings kann ich ehrlich sagen, dass ich mir immer schon gut gemachte und witzige TV-Spots – im Gegensatz zu mancher Schullektüre – besser merken konnte, wenn nicht sogar nach einmaligem Betrachten auswendig konnte :-) Außerdem würd ich diese Art der Werbung nicht als Resultat der Generation Y ansehen – sondern ganz simpel – als Ergebnis kreativer Köpfe, welche die Tatsache der Informations- und Reizüberflutung erkannt haben. Millenials hin oder her, egal ob Zeitschriftenanzeigen oder TV-Spots, auch Nicht-Millenials sind der Menge an Informationen ausgesetzt, jeder stumpft ab! Zum einem Ohr hinein und zum anderen wieder raus, so ergeht es der Großzahl von Botschaften. Ambient Media ermöglich lediglich geringere Streuverluste und pusht den viralen Effekt aufgrund der ungewöhnlichen Aufmachung oder Platzierung!

Zum Thema Platzierung: Mitauslöser für diesen Artikel ist, dass sich die Berichte über Ambient Aktionen gehäuft haben. Hierzu möchte ich euch drei Aktionen aus dem letzten Jahr vorstellen, welche die Klapptische in Flugzeugen als Werbeträger verwendet haben. Interessant ist auch, dass hiervon zwei Anbieter in direkter Konkurrenz stehen. Wer hat wohl wem nachgeeifert?

Auf jeden Fall wirksamer als eine Einlage in einem Inflight-Magazin.

Artikel bookmarken:
  • MisterWong.DE
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • LinkArena
  • Google Bookmarks
  • Wikio
  • Technorati
  • LinkedIn
  • Live
  • MySpace
  • FriendFeed
  • email
  • Print