Kommunikation unter Bloggern ist das, was die Blogosphäre so sympathisch macht. Jeder Blogger freut sich über Feedback. Hier 4 Tipps für mehr Kommentare auf euerm Weblog.

Die Quantität und Qualität von Kommentaren auf einem Blog stellen meines Erachtens qualitative Kriterien bei der Beurteilung eines Weblogs dar. Ein Sprichwort für Selbstmarketing lautet: “Tue Gutes und spreche darüber.” Seht euern Blog einfach als Ware, als Dienstleistung, als Marke im riesigen Markt “Internet” an. Märkte sind Gespräche! D.h. man muss im Gespräch bleiben. Blogartikel müssen diskutiert und im besten Fall weiterempfohlen werden. Aber wie forciert man mehr Kommunikation?

1. Kommunikationsverhalten auf anderen Blogs.

Wie auch im “echten Leben”, hängt der Austausch natürlich auch von der Kommunikationsfähigkeit des Bloggers selbst ab. Ein Blogger, welcher selbst öfters auf anderen Webseiten und Blogs Kommentare hinterlässt, legt den Grundstein für Kommentare auf dem eigenen Blog. Allerdings sollte man mit seinen Kommentaren stets ein gutes Bild von sich abgeben.

Man sollte nur kommentieren, wenn man eine passende Frage hat, inhaltlich etwas beisteuern möchte (sei es auch Kritik) oder auch wenn man einfach nur zum Ausdruck bringen möchte, dass einem der Artikel gut gefallen hat. Achtet auch auf euern Schreibstil. Wer ein gutes Bild von sich abgeben will, der sollte auch höflich bleiben und Rechtschreibfehler vermeiden. Achja, Offenheit ist auch von Vorteil. Schreibt auch ruhig, dass ihr von nun an dem Blog folgt (insofern ihr das auch tut).

Kommentiert vor allem Artikel, die themenverwandt mit euern Artikeln sind. Stellt euch vor Frau Meier habe einen Blog über ihren süßen Kater Tom. Sie kommentiert nun einen Artikel auf einem Marketingfachblog zum Thema “Erhöhung der Awareness durch XYZ-Maßnahmen im b2b-Bereich” mit den Worten: “Hi toller Artikel, hab gestern über die Kastration meines Katers geschrieben, freu mich auch über einen Kommentar.”Ja ne is klar. Jeder Autor schenkt demjenigen Kommentator mehr Aufmerksamkeit, der offensichtlich über ähnliche Themen schreibt.

2. Kommunikationsverhalten auf dem eigenen Blog.

Agieren und Anstoss geben: Sprecht eure Leser direkt unter dem Artikel an. Stellt passende Fragen zum Artikel. Sagt ruhig, dass ihr euch über Kommentare freuen würdet!

Reagieren: Eigentlich schade, aber es gibt unter Blogbetreibern immer noch Zeitgenossen, die auf Kommentare nicht reagieren. Liebe Blogger da draussen: Seht in jedem (ordentlichen) Kommentar den ihr erhaltet den Respekt den man euch dadurch zollt. Denn manche Besucher nehmen sich wirklich einiges an Zeit um euch Feedback zu geben. Ein kleines “Dankeschön” eurerseits sollte hin und wieder drin sein. Bei Zeitmangel ruihg auch später. Ausserdem sollte man auf jede (erst gemeinte) Frage antworten. Im Optimalfall versucht man als Blogger die Kommunikation unter den Kommentatoren noch weiter anzukurbeln, in dem man angestossene Themen weiterverfolgt oder einfach eine weitere Frage in den Raum stellt. Sehr oft entwickelt sich die Kommentarliste zu einem netten Nachschlagewerk.

Folgen: Ein weiterer Tipp: Gibt der Kommentator die URL seines Blogs / seiner Website an, dann werft einen Blick darauf. Oftmals findet man hierüber Blogger, die über ähnliche Themen schreiben. Ich hinterlasse dann auf den meisten Blogs einen kurzen Gruß. Gute Blogs kommen in die Favoriten, oder ich folge dem Autor via Feed, Twitter oder seiner facebook-page.

3. Kommentarfunktionen durch Plugins ausbauen.

Von Haus aus fehlen den meisten Blog-Systemen wie zum Beispiel WordPress ein paar ordentliche Kommentarfunktionen. Aber es gibt ein paar sehr nützliche Plugins, die für mehr Kommentare sorgen können.

  • Durch das Subscribe to Comments Plugin oder dem Gurken Subscribe to Comments (letzteres verwende ich auf meinem Blog) bleibt jeder Kommentator, insofern er das möchte, bezüglich neuer Kommentare zu dem jeweiligen Artikel via Email auf dem Laufenden. Ich selber nutze diese Funktion fast immer wenn ich einen Comment auf einem Blog hinterlassen habe. Schliesslich vergisst man hin und wieder, wo man diesen hinterlassen hat und kann dann auf Gegenfragen nicht reagieren.
  • Das WP Ajax Edit Comments Plugin ermöglicht Besuchern einen bereits abgesendeten Kommentar nochmals zu bearbeiten. Hierdurch kann der ein oder andere Fehler innerhalb ein paar Minuten (Bearbeitungszeit einstellbar) noch ausgebessert werden. Dieses Plugin verwende ich ebenfalls.
  • Live Comment Preview ist auch klasse. Tippt man einen Kommentar ein, so wird unetrhalb des Kommentarfeldes eine Vorschau angezeigt. Eine gute Alternative also zum WP Edit Comments Plugin, da man in Vorfeld bereits Fehler vermeiden kann.
  • Das Popularity Contest Plugin zeigt diejenigen Kommentatoren in einer (konfigurierbaren) Liste an, die am häufigsten kommentiert haben. Man kann zum Beispiel eine all time (wie in meinem Blog) oder monatliche “High-Score”-Liste anzeigen lassen (via). Eine nette Möglichkeit um den aktivsten und treuen Besucher etwas hervorzuheben. Vielleicht spornt es den einen oder anderen Besucher an einen Kommentar mehr zu hinterlassen.
  • Erlaubt die Anzeige von Gravataren in dem Kommentaren. Gravatare machen einen Kommentar etwas persönlicher und wird von vielen Bloggern als Beitrag zum Personal Branding angesehen (via). Ich persönlich habe dies im Moment nicht aktiv, jedoch liegt das an einem Problem, welches mein WP-Theme mit sich bringt.
  • Durch das dofollow-Plugin hat man die Möglichkeit, gewünschte Kommentare von der WordPress-Standardeinstellung “nofollow” auszuschliessen (via). Hierdurch wird die URL des Kommentators aus Sicht von Google als Empfehlung angesehen, folglich tut man demjenigen Besucher SEO-technisch etwas Gutes! Und: Solltet ihr eure Stammkommentatoren hierdurch “belohnen”, so sagt es auch! Sicherlich ist dies Anreiz für so manchen Besucher, sich fortan konstruktiv an Diskussionen zu beteiligen.

4. Networking und Kommunikation durch Drittanbieter pushen.

Nutzt eure Sozialen Netzwerke wie facebook, lokalisten und wie sie alle heissen. Tragt den Blog nicht nur in eure Profile ein, sondern veröffentlicht Links zu einzelnen Artikeln und fragt auch direkt nach deren Meinung. Allerdings sollte man bzgl. facebook berücksichtigen, dass eure facebook-Freunde auch direkt unter dem Statusupdate (also euerm Linktipp auf facebook) kommentieren können. Wir Blogger freuen uns aber am meisten, wenn die Kommentare auf dem Blog abgegeben werden! Mehr Besucher bringt es aber allemal. Für facebook verwende ich zum Beispiel die App “networkedblogs”. Btw, würde mich freuen, wenn ihr meinem Blog hierüber “followen” würdet.

Wer Twitter nutzt, sollte auch seine Artikel hierüber promoten. Stellt auch gerne eine passende Frage in den Käfig Raum. Es gibt immer Follower, die neben einem Retweet oder einer Antwort als Tweet auch gerne im Blog direkt kommentieren.

Buttons von Social Bookmarking Seiten sollte grundsätzlich jedes Blog integriert haben, vor allem unter den Artikeln (siehe auch mein gestrigerArtikel über do- und nofollow Social Bookmarking Dienste). Ich zum Beispiel speichere oftmals nicht die Home Page eines Blogs, sondern einen speziellen Artikel, damit ich die Diskussion hin bei Bedarf weiter verfolgen und auch wiederholt kommentieren kann. Für den ein oder anderen stellt dies eine willkommende Alternative zum Kommentar-Feed oder zur Benachrichtigung via Email dar.

Habt ihr noch weitere Tipps? Gibt es noch weitere Plugins, die ihr hierfür empfehlen könnt?