Archive for Juni, 2009

Die Printkampagne der “International Society of Human Rights” ISHR (Agentur Ogilvy & Mather) passt aus aktuellem Anlass (#Iranelection) wie die Faust aufs Auge.

Mit viel Witz wird die Angst von Kandidaten wie Ahmadinedschad vor der Meinungsbildung und -freiheit durch das Internet aufgezeigt:

ISHR Print Kampagne mit Ahmadinedschad

ISHR Print Kampagne mit Ahmadinedschad

Weitere Motive findet ihr hier: “Chávez, Castro as Technophobics”.

Spoof ist für mich ein klasse Aufhänger um die neue Artikelreihe “Was ist eigentlich” zu launchen.

Woher der Begriff Spoof kommt und welche Bedeutung er bzgl. Werbung und Social Media hat, das erfahrt ihr hier.

Spoof heisst laut Leo auf deutsch Parodie, Schwindel oder Verulkung. Der Begriff Spoof stammt aus dem IT-Bereich, und steht laut Wikipedia für Täuschungsversuche in Computernetzwerken zur Verschleierung der eigenen Identität. Des Spoofing`s Ursprung hat also eine eher negativen Touch. Das englischsprachige Wikipedia versteht unter Spoof eine “Parody by imitation”. Auf szenesprachenwiki (wat es allet gibt) wird man schon konkreter:

“Ein Spoof ist eine Veralberung, Verulkung, Parodie von z.B. Werbespots, Musikvideos oder ähnlichem. […] Spoofen als Parodie ist aber eher witzig und kreativ….”

Und das ist in Zeiten von Youtube, vimeo und co auch auf Markenebene voll angesagt. Ein einfaches Erklärungsbeispiel:

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Da hab ich doch etwas gestaunt als ich letztens einen etwas größeren Umschlag von Greatnet.de in meinem Briefkasten fand. Inhalt: Ein Anschreiben und eine Grillzange! Danke hierfür!

Im Anschreiben wird auf die Website sommer-grillen.de verwiesen, auf welcher man sein schönstes Foto zum Thema Sommer uploaden, oder andere Fotos bewerten kann. Dem Einsender des besten Fotos winken ein Kugelgrill, eine Grillzange, ein Bierfässchen und ein Partyscheck über 100 Euro.

Mein erster Gedanke: Wow, die haben an meinen Geburtstag gedacht (ich war vor Jahren mal Kunde von greatnet) ;-)

Zweiter Gedanke: Quatsch!

Dritter Gedanke: Gute Idee für Linkbaiting.

Allerdings muss ich ein, zwei Dinge anmerken: Read the rest of this entry »

In den letzten Jahren beobachte ich, wie mein Freundeskreis vermehrt mittels sozialen Netzwerken kommuniziert. Nachdem ich vor drei Tagen Geburtstag hatte, habe ich mir mal die Mühe gemacht eine Liste aller Gratulationen, gegliedert nach Übermittlungsart aufzustellen. Wenn ich die Anzahl derer nicht mit einbereche, welche mir persönlich die Hand geschüttelt haben (16 Personen), dann komme ich auf folgende Aufstellung:

  • 4 Briefe kamen per Post,
  • 3  Glückwünsche erhielt ich per Email  auf meine private Adresse,
  • 3 per  Email  auf meine geschäftliche Adresse
  • 24  Leute haben mir an die MeinVZ – Pinnwand  geschrieben,
  • 16 an meine Facebook – Wall
  • 5 Glückwünsche flatterten als MeinVZ-Nachricht und
  • 1  Glückwunsch via Facebook – Nachricht  rein,
  • 2  Anrufe  kamen per Festnetz  (privat ) und
  • 2  Anrufe per Festnetz  (Büro)
  • 6  Leute riefen mich diesbezüglich auf dem Handy an und
  • 7 schrieben mir eine SMS.

Das Ergebnis ist eindeutig! Von 72 Leuten, die mir nicht face-to-face gegenüberstanden, haben lediglich 4% per Post geschrieben, 24% nutzten das Telefon (Festnetz oder Mobil als Anruf oder SMS) und krasse 72% wählten das Internet als Übermittlungskanal. Von diesen 72% (52 Leute), die mir über das Internet gratuliert haben, nutzten gerade mal 12% die gute alte Email und die restlichen 88% schrieben via Social Networks!

Das bringt mich auf die Frage, wieviele soziale Netze brauche ich eigentlich? Read the rest of this entry »

Diese schöne Werbeaktion von Google möchte ich euch nicht vorenthalten, geworben wird für die Google Maps Erweiterung Google Street View. Hierbei werden die Steuerungs- und Navigatioselemente ins “real life” übertragen. So werden die typischen Pfeile und das Logo auf die Straße gesprüht, oder eine Bushaltestelle in einen “Bildschirm” verwandelt, klasse Idee.

Google Street View Werbung auf der Strasse

Google Street View Werbung auf der Strasse

(via)

Jeder kennt den Dienst, obwohl noch kein deutsches Sträßchen bis dato zu begutachten ist. Das kommt zum Teil auch daher, da der Dienst in letzter Zeit auf starken Gegenwind stößt. Und das in bestimmten Fällen auch zurecht  (via). Hamburg zum Beispiel hat Google ein Aufnahmeverbot erteilt, falls man bestimmte datenrechtliche Spielregeln nicht einhalten wolle. Auch die Datenschützer der Länder sind auf die Barrikanden gegangen und schließlich hat man es geschafft, dass der Suchmaschinenriese speziell auf Deutschland zugeschnittene Datenschutz-Tools anbietet. Wer Beanstandungen hat, kann sich direkt an streetview-deutschland@google.com wenden oder Google über ein Online-Formular zur Löschung von Bildern auffordern.

Die Skepsis aber bleibt: Read the rest of this entry »

Via Ambient Media in Social Media – best practice von Mc Donalds oder von Starbucks?

Ich gehöre ja zu den Menschen, die total auf lustige und ausgefallene Werbung abfahren. Vor allem wenn man daran partizipieren kann. Dieses mal zeigt uns Mc Donalds wie einfach man Menschen animiert, eine Marke weiterzutragen. In London am weltberühmten Piccadilly Circus, nutzt Mc Donalds ein Billboard, welches mittels witzigen zum Teil animierten Bildern, Menschen dazu bringt, sich mit dem Billboard im Hintergrund – und somit natürlich auch mit dem Mc Donalds-Logo – ablichten zu lassen:

(via)

Mc Donalds ist im Bereich Ambient Media ganz groß, es gibt kaum ein Dorf ohne Plakate, Reklametafeln oder Litfaßsäulen mit dem grossen gelben “M”. Allerdings gab es bei dem Burgergiganten auch peinliche Aktionen im Bereich Ambient, siehe dieses Billboard. Im großen und Ganzen schafft es die Marke aber immer wieder sich gut in unser Lebensumfeld einzubringen, wie auch das Beispiel “Late Night” schön zeigt.

Das Beispiel am Piccadilly Circus ist eine super Idee, um die Marke in die sozialen Netzwerke der Menschen zu tragen, allerdings findet sich der Social Media Gedanke in anderen Mc Donalds Kampagnen weniger. Ende letzten Jahres zum Beispiel investierte der Burger-Brater über 100 Millionen US-Dollar in die Mc Café Kampagne, welche im Mediamix TV, Print, Radio, Billboards und Internetanzeigen vorsah. Social Media Elemente sind nicht (oder kaum) aufgegriffen worden. Wieso nicht? Read the rest of this entry »